TIBEAY entwickelt ein Medikament für eine bislang ungelöste Herausforderung. Schädel-Hirn-Traumata (SHT), etwa als Folge schwerer Unfälle, zählen weltweit zu einer sehr häufigen Todesursache und können zu langfristigen Behinderungen führen. Schätzungen zufolge treten jährlich weltweit rund 50 Millionen neue Fälle auf, wovon etwa zehn Prozent als schwerwiegend eingestuft werden. Allein in Europa kommt es zu rund 1,5 Millionen jährlichen Krankenhausaufnahmen. Für die Betroffenen und ihre Familien bedeutet dies häufig lebenslange Einschränkungen mit erheblich beeinträchtigter Lebensqualität und Selbstständigkeit. Bislang existieren keine zugelassenen pharmakologischen Therapien, die gezielt den fortschreitenden Schaden bei schwerem SHT adressieren
Während die primäre Schädigung unmittelbar durch das Trauma entsteht, wird ein wesentlicher Teil der neurologischen Folgeschäden durch sekundäre Prozesse verursacht, insbesondere durch die Bildung zellschädigender reaktiver Sauerstoff- und Stickstoffradikale.
Mit dem Medikament Ronopterin verfolgt TIBEAY den Ansatz, die induzierbare Stickstoffmonoxid-Synthase (iNOS), selektiv zu hemmen. Nach einer Hirnverletzung wird iNOS verstärkt exprimiert und trägt zur Bildung neurotoxischer Sauerstoff- und Stickstoffradikale bei. Durch diese selektive Hemmung von iNOS reduziert Ronopterin den sekundären Hirnschaden und verbessert den neurologischen Zustand und damit die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten mit schwerem SHT.

Prof. Dr. John Stover, CMO von TIBEAY, merkt an:
„Wir stehen kurz vor einem medizinischen Durchbruch: Ronopterin könnte erstmals eine wirksame Therapie für Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma bieten – eine Patientengruppe, für die es bislang keine zugelassene Behandlung gibt. Ronopterin hat das Potenzial, den neuropsychologischen Zustand und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern”.
Andreas Kastenbauer, Partner MIG Capital, äußert:
„Mit TIBEAY investieren wir in einen vielversprechenden Therapieansatz. Ronopterin adressiert einen biologischen Signalweg, dessen medizinische Relevanz bereits 1998 mit dem Nobelpreis für Medizin gewürdigt wurde. Als Investor wollen wir mithelfen, eine bislang ungedeckte therapeutische Lücke zu schließen.